Respirationstrakt

Der Respirationstrakt bezeichnet alle jene Organe, die der Leitung und Übertragung der Atemgase Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid dienen. Obwohl Vögel gleich uns Säugern einen Kehlkopf besitzen, nutzen sie in nicht zur Stimmbildung. Für die Stimmbildung bei Vögeln existiert der Stimmkopf (Syrinx), ein orgelpfeifenartiges Organ das sich meist an der Gabelung der Luftröhre in die beiden Hauptbronchien befindet. Über schwingende Membran können so Geräuche erzeugt werden. Die Bronchien ihrerseits leiten die Atemgase in die tieferen Gewebe der Lunge hinein oder aus ihnen heraus. Das Lungengewebe selbst befindet sich zwischen den knöchernen Rippen des Brustkorbes und besitzt anders als bei Säugern keine Lappen die links und rechts vom Herzen gelegen sind (bei Vögeln liegen die Lappen der Leber um das Herz herum). Die Lage des Lungengewebes ist mehr zum Rücken ausgerichtet. Außerdem wird das Lungengewebe nicht mittels Zwerchfell von den Organen des Bauchraums getrennt. D.h. die Ein- und Ausatmung funktioniert einzig über die Erweiterung bzw. Einengung der Rippenbögen. Dieser Umstand sollte auch bei der Fixierung der Tiere beachtet werden, um so das Atmen zu ermöglichen.

Das Lungengewebe der Vögel besteht aus einem System von 8 Luftsäcken. Der Gasaustausch erfolgt zwischen Luft- und Blutkapillaren, die eng umwunden sind und sich teilweise in den Aushöhlungen von Knochen ausstülpen. Eingeteilt werden die 8 Luftsäcke in einen zervikalen und einen klavikularen Luftsack, sowie zwei kranialen, zwei kaudalen und zwei abdominalen Luftsäcken. Für den Fall, dass es zu einer Ruptur in einem der Luftsäcke kommt, kann dies zu sichtbaren Schwellungen durch Luftansammlungen (Emphysem) unter der Haut führen. Während ein Mensch mit einem Atemzug sein komplettes Lungengasvolumen austauschen kann, benötigt ein Vogel zwei Atemzüge um die Luft in der Lunge einmal komplett zu wechseln.

 

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