Haut & Federn

Die Haut der Vögel unterscheidet sich zu uns Säugetieren vordergründlich durch die Anwesenheit von Federn. Unsere Hühnervögel weisen z.B. zierende Auswüchse auf, die eine stark verdickte Haut darstellt und zahlreiche Blutgefäße aufweist. Diese Auswüchse sind z.B. der Kamm, die Kehllappen und Ohrscheiben bei Hühnern oder die lappenförmigen Anhänge bzw. Karunkel der Truthühner.

Vögel haben keine Schweißdrüsen und die Regulation der Körpertemperatur erfolgt durch Verdunstungskühlung über den Respirationstrakt. Die größten Anhangsdrüse in der Haut ist die Uropygealdrüse (Bürzeldrüse), die bei jedem unserer geflügelten Nutztiere vorkommt. Eine weitere Besonderheit ist das Vorhandensein einer „Bruthaut“, einem Stück Haut über der Brust, die leicht durch verstärkte Durchblutung anschwillt und dessen Federn in der Brutzeit leicht ausfallen. Diese Veränderung in diesem Hautareal erleichtert den Wärmetransfer von dem weiblich Tier auf die auszubrüten Eier.

 

Das Federkleid besteht aus 7 verschieden Arten von Federn. Von denen die Konturfedern und Daunen die häufigsten sind. Die Konturfedern bedecken die Körperoberfläche und entspringen dem Federfollikeln in der Haut. Die Follikel bestehen aus einem lebendigen und nicht lebenden Anteil. Wachsende Federn oder auch Blutfedern genannt werden aktiv durchblutet und mit Nährstoffen versorgt bis sie komplett herausgewachsen sind. Mehrmaliges heraus reißen von Federn aus dem Follikel kann dazu führen, dass der lebende Teil des Follikel irreversibel geschädigt wird und keine Federn mehr nachwachsen. Tiere beginnen zu mausern, wenn eine neue Feder nachwächst und die alte Feder heraus gedrückt wird. Normalerweise wächst eine herausgezogene Feder sofort nach während geschnittene Federn erst mit der nächsten Mauser nachwachsen. Die Mauser findet bei ausgewachsenen Tieren in der Regel einmal jährlich statt. Unsere Hausvögel mausern in der Regel nach der Brutperiode oder spätestens im Sommer. Jungtiere mausern zweimal bis sie das Federkleid eines adulten Tieres aufweisen und dieses Mausern ist wachstums- und nicht saisonbedingt. Federn wachsen in definiert Arealen auf der Haut (Pteryla), die von nackten Bereichen den (Apteria) getrennt sind.

 

 

Copyright 2013 - lithuz-art Inh. Tobias Uhlig